Monatsarchiv: Dezember 2012

2012 in review

Die WordPress.com-Statistik-Elfen fertigten einen Jahresbericht dieses Blogs für das Jahr 2012 an.

Hier ist ein Auszug:

600 Personen haben 2012 den Gipfel des Mount Everest erreicht. Dieser Blog hat 2012 über 3.300 Aufrufe bekommen. Hätte jede Person, die den Gipfel des Mount Everest erreicht hat, diesen Blog aufgerufen, würde es 6 Jahre dauern, um so viele Aufrufe zu erhalten.

Klicke hier um den vollständigen Bericht zu sehen.

Wir wünschen Ihnen einen guten Start ins Jahr 2013 – bleiben Sie uns treu!

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Santa Anatomy

Passend zum Weihnachtsfest möchte ich eine kleine, kostenlose App empfehlen. „Santa Anatomy“ verwandelt das iOS-Device in einen Röntgenscanner und ermöglicht es, den Körper des Weihnachtsmann in seinem anatomischen Aufbau darzustellen.

Frohe Weihnachten!

Quelle: http://www.pocketanatomy.com/santa/

Kommentar: PDMS-Challenge 2012 in Hamburg

Heute fand im Congress Center Hamburg die zweite PDMS-Challenge der DIVI und der GMDS statt. Schwerpunktthema in diesem Jahr ist die „Arzneimitteltherapie in der Intensivmedizin“.
Acht namhafte Hersteller von Patientendatenmanagementsysteme präsentierten anhand vorgegebener Aufgaben ihre Softwaresysteme.

Philips IntelliSpace CCA
Den Anfang der Präsentation machte die Fa. Philips. Das System wirkt an sich aufgeräumt. Jedoch wirken die Prozesse sehr separiert und erfordern immer wieder den Aufruf neuer Views bzw. Formulare. Mir fehlte etwas die vertraute Darstellung in einer übersichtlichen, visualisierten Intensivkurve. Statt dessen werden in der Challenge alle Informationen in unterschiedlichen Tabellen dargestellt. Sehr schade war es, dass viele der vorgegebenen Aufgaben und Informationen nicht ins System konfiguriert wurden und auch nicht adhoc dokumentiert werden konnten.
Fazit: Insgesamt scheint das System die heute üblichen Funktionen der Arzneimitteltherapie abzubilden.

LowTeq
Da war sie nun, eine ansprechende, übersichtliche Intensivkurve. Insgesamt wirkt das ganze System durchdacht, klar, übersichtlich und modern. Das Anordnungstool „Verordnungs-Editor“ bietet viele Einstellungsmöglichkeiten auf einer intuitiven Oberfläche.Alternative Medikationen können auf Knopfdruck aufgerufen werden. Die Philosophie, dass alle Informationen dort angezeigt werden sollen, wo sie von den Nutzern benötigt werden, wurde gut umgesetzt. Positiv fiel dabei auch auf, dass Änderungen auch mit der Maus in der grafischen Kurve vorgenommen werden können.
Fazit: Das System überzeugt mit modernen und intuitiven Funktionalitäten.

Dräger ICM
Die Fa. Dräger präsentierte ihr gestandenes PDMS „ICM“. Das System basiert auf multiple, digitale Formulare, dessen Content dann auf der Intensivkurve grafisch ausgespiegelt wird. Einzelmedikationen und Medikationspläne finden sich in einem Modul. Hier können im gleichen Schritt alle notwendigen Detailinformationen eingegeben werden und auch Medikamente schnell gesucht werden. Auch im ICM können viele Aktionen aus der grafischen Intensivkurve heraus gestartet werden.
Fazit: ICM hat sich vom Look in den letzten Jahren nicht wesentlich verändert. Es enthält die heute üblichen Funktionalitäten der Arzneimitteltherapie. Auch hier wurde das Präsentatoren-Duo von einigen Tücken der Aufgabenstellung und dem Demo-System überrascht, konnten aber ganz gut damit umgehen.

Daintel CIS
Daintel ist der Newcomer auf dem deutschen Markt. Ab Januar werden sie wohl die erste deutsche Installation beginnen. Zuhause in Dänemark hat die Fa. Daintel bereits 50% Marktanteil. Daintel meint ein ganz anderes Konzept zu verfolgen. Man soll nicht mehr als zwei Klicks zu den relevanten Informationen benötigen. Nach dem Login kommt man auf eine Bettenliste auf der eine Vielzahl von Signalampeln zu sehen ist. Das System wirkt aufgeräumt und das Design modern. Das Medikationstool enthält alle notwendigen Eingabemöglichkeiten auf einer Oberfläche und kann durch hinterlegte Protokolle teilweise automatisiert werden. Auf einer Übersicht mit Zeitachse finden sich die Medikationen als Balkendarstellung wieder.
Fazit: Das System wirkt durchaus modern und muss an einigen Stellen noch auf den deutschen Markt angepasst werden. Ich bin gespannt, wie sich dies PDMS auf dem Markt behaupten wird.

Copra-System
Copra ist ein PDMS das in vielen Universitätskliniken genutzt wird. Es ist sehr komplex und wirkt dadurch im Bereich der Intensivkurve etwas überladen. Nach meinem Gefühl sind mehr Klicks als bei den Mitbewerbern notwendig, um ein Medikament in seinen Applikationsdetails anzuordnen.
Viele Aktionen können auch hier praktischerweise aus der grafischen Intensivkurve heraus gestartet werden.
Fazit: Insgesamt hat Copra hier eine runde Präsentation abgeliefert. Die Vielzahl angezeigter Informationen freut sicher das Medizinerherz, geht aber ein wenig zu Lasten der Übersichtlichkeit.

Imeso
Imeso hat seine Wurzeln in der Uniklinik Gießen. Das System ist primär listenorientiert. Auch hier finden sich sehr viele Informationen in der grafischen Intensivkurve, welches die Übersichtlich einschränken könnte. Die Medikamentensuche, -auswahl und Applikationsverordnung kann in einem übersichtlichen Fenster getätigt werden. Viele Aktionen können via Kontextmenü aus der grafischen Intensivkurve gestartet werden.
Fazit: Das System ist von Kliniker für Kliniker entwickelt worden und man sieht dies in vielen durchdachten Funktionalitäten. Die Präsentation war ebenfalls rund und überzeugend.

iMDSoft Metavision
Metavision kann man durchaus als sehr grafisch orientiert bezeichnen. An vielen Stellen (auch wo man es nicht vermuten würde) finden sich kleine, bunte Grafiken. Was dem einen vielleicht zu viel ist, empfinde ich der intuitiven Bedienung zuträglich.

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Die Medikationsanordnung erfolgt entweder über eine Schnellauswahl (bunte Buttons siehe Foto), eine Suche oder die Eingabe eines neuen Medikaments. Alle Applikationsdetails finden sich in einer Oberfläche. Dokumentierte Unverträglichkeiten und Allergien werden dabei als Post-it-Notiz dargestellt. Die grafische Intensivkurve wirkt aufgeräumt, beinhaltet aber dennoch eine Vielzahl von Buttons und Reiter.
Fazit: Das Metavision sticht vor allem durch seine Grafiken hervor. Die Funktionalitäten der Arzneimitteltherapie entsprechen dem, was man heute von einem modernen PDMS erwarten darf.

Löser Predec
Predec ist nach eigenen Angaben alarmorientiert und noch recht jung am PDMS-Markt. Was bei anderen Anbietern zu viel an Informationen in der grafischen Kurve war, scheint in Predec sparsamer zu sein. Aus der Medikationsübersicht heraus, können Medikamente gesucht, angeordnet oder geändert werden. Positiv fällt die Prüfung der Medikamenteninteraktionen auf.
Fazit: Predec stellt sich auf der CDC als ein einfach gehaltenes PDMS dar. Es bietet die üblichen Funktionen zur Medikation.

Eine verfügbare Zeit von 45 Minuten für jede Präsentation war sicher eine Herausforderung für die Firmen. Diese wurde ganz unterschiedlich gemeistert.

Im nächsten Jahr ist das Thema der CDC 2013 die „Notfallambulanz im PDMS“.

Ich möchte hier betonen, dass dieser Kommentar meinen fachlichen Eindruck wiedergibt und auf die präsentierten Inhalte beruht. In 45 Minuten kann immer nur ein Ausschnitt dargestellt werden. Deshalb, im Zweifelsfall beim Hersteller oder einem Referenz-Krankenhaus nachfragen!

Berkeley Wellness-Report

Mehr Durchblick im OP

In Deutschland werden jährlich rund 1,2 Millionen komplexe chirurgische Operationen durchgeführt. Um das Komplikationsrisiko zu verringern und Folgeeingriffe zu vermeiden, kontrollieren Ärzte schon während des Eingriffs das Operationsergebnis mit Hilfe von Röntgendiagnostik.
Zweidimensionale Röntgenbilder sind oft nicht ausreichend, um Operationssituationen genau zu bewerten. Die dreidimensionale Bildgebung dagegen liefert eine exakte räumliche Abbildung vom Körperinneren des Patienten. Damit hat sie sich als unverzichtbares Hilfsmittel für chirurgen etabliert.

Ihr Nachteil:
chirurgische Eingriffe müssen für die 3D-Aufnahmen unterbrochen werden, um die geräte zu positionieren.

ORBIT, ein Forschungsprojekt von Fraunhofer IPK,
Ziehm Imaging und Charité, hat das Ziel ein offenes 3D-Röntgensystem zu
entwickeln, das dauerhaft am OP-Tisch installiert und besser in den Operationsablauf integriert werden kann.

Mehr Informationen zum Projekt ORBIT

Bewertungsportal für Medical-Apps

Unter http://www.gesundheitsapps.info wurde ein Portal gestartet, welches über medizinische Apps informiert und diese bewertet. Der „App-Check“ wurde vom ZTG (Zentrum für Telematik im Gesundheitswesen) im Rahmen der Initiative „eGesundheit.nrw“ konzipiert und befindet sich momentan noch in der Pilotphase.

Aktuell wurden 15 Apps bewertet (davon zehn empfehlenswert, vier bedingt empfehlenswert, eine App ohne Bewertung „Test nicht möglich aufgrund technischer Probleme“). Für Besucher des Portals besteht die Möglichkeit, Kommentare zu hinterlassen und sich mit Hintergründen im Umgang mit Medical Apps vertraut zu machen.

Gerade im Hinblick auf die aktuell noch vorherrschende Unsicherheit der User im Umgang mit Medical Apps (Zweckbestimmung der App, Anwendung im klinischen Kontext zur Diagnose- und Therapieunterstützung erlaubt?, Zuverlässigkeit, Datenschutz…) werden wir dieses Portal für Sie im Auge behalten und Sie ggf. über Neuigkeiten informieren.

SAP-App macht jedes KIS mobil

Das SAP-Systemhaus PlanOrg teilte in  einer News letzte Woche mit: “ Die ARCUS Kliniken Pforzheim arbeiten ab sofort mit der mobilen, elektronischen Patientenakte PlanOrg mobile.EMR (Electronic Medical Record) der PlanOrg Informatik. Ob während der Behandlung oder in der Visite – die Klinikärzte werden künftig über mobile Endgeräte direkten Zugriff auf alle relevanten administrativen, medizinischen und pflegerischen Patientendaten aus dem Krankenhausinformationssystem (KIS) ORBIS haben. Die mobile Patientenakte liefert den Ärzten der Klinik einen aktuellen Überblick über den Behandlungsstand des Patienten und gewährt ihnen zeitgleich Einblick in die für ihr Zeitmanagement wichtigen Informationen, wie z. B. Termine und OP-Belegungen. Die PlanOrg mobile.EMR basiert auf dem KIS-unabhängigen Framework der mobilen App SAP EMR Unwired.“

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