Archiv der Kategorie: Pflegeinformatik

PI-Camp 2015 in Berlin: Trifft die „digitalisierte Pflege“ auf den „digitalen Patienten“?

109839111_d466a8216dKlamme Kassen, Fachkräftemangel und eine immer älter werdende Bevölkerung sind nur einige der Herausforderungen des Gesundheitswesens. Personalabbau und Kostenreduktion sind heute keine effizienten Lösungen mehr. Ein Blick in andere Wirtschaftszweige zeigt Potentiale, die auch zunehmend in den Gesundheitseinrichtungen erkannt und genutzt werden. Denn ein wesentlicher Schlüssel den Herausforderungen erfolgreich zu begegnen, ist eine Optimierung der übergreifenden Versorgungsprozesse und die konsequente Nutzung innovativer, unterstützender Technologien.
Doch wie sieht es im heutigen Gesundheitsmarkt wirklich aus?
Welchen Anteil hat die Pflege am Prozessmanagement und wie hoch ist der tatsächliche Einsatz von modernen Technologien und Software in der Pflege?
Welche Konzepte und innovativen Technologien können zukünftig die Pflege in ihrer Tätigkeit effizient unterstützen?

Dies sind nur einige wenige Fragen, die das Pflege-IT-Barcamp 2015 vom 28. bis 29.11.2015 aufgreifen wird.
Im restaurierten, ehemaligen Kaiserin-Augusta-Hospital in Berlin, treffen sich interessierte Teilnehmer u.a. aus der Pflege, Medizin, Krankenhaus-IT, Industrie und Lehre, um sich zu den Themen „digitalisierte Pflege“ und „der digitale Patient“ zu informieren und auszutauschen. Gerade diese Vielfalt an unterschiedlichen Teilnehmern fördert ein inspirierendes, innovatives und begeisterndes Forum für Pflege-IT-Themen.

Dabei handelt es sich bei dieser Veranstaltung um keine normale Konferenz, denn Barcamps sind ein neues, innovatives Veranstaltungsformat. Hier steht vielmehr die Diskussion, der Austausch, das Mit- und Voneinander-Lernen im Zentrum. Eine weitere Besonderheit ist die starke Nutzung von sozialen Medien, um auch die interessierte Community an den Inhalten und Ergebnissen teilhaben zu lassen.

Alle Informationen zur Veranstaltung und die Möglichkeit zum Ticketkauf finden sich auf der Webseite www.PflegeIT.camp

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Das neue Ehealth-Gesetz – Teil 2 – Der Notfalldatensatz

commentsNotfalldatensatz – Wissen kompakt

Der Notfalldatensatz (NFD) ist eine der freiwilligen Anwendungen der elektronischen Gesundheitskarte (eGK) und soll wertvolle medizinische Informationen zu einem Patienten in Notfall-Situationen bereitstellen.

„Notfallrelevante medizinische Informationen sind diejenigen Informationen aus der Vorgeschichte des Patienten, die dem behandelnden Arzt zur Abwendung eines ungünstigen Krankheitsverlaufs sofort zugänglich sein müssen.“ (Quelle: gematik.de)

Als notfall-relevante Informationen wurden, in Absprache mit der Bundesärztekammer (BÄK), folgende abgestimmt:

  • Befunddaten
  • ™ Besondere Hinweise (bspw. Schwangerschaft, Implantate) ™
  • Allergien & Unverträglichkeiten
  • Diagnosen
  • ƒ Medikationsdaten
    ™ Arzneimittel (Wirkstoffe, Dosierschema)
  • ƒFreiwilligeZusatzinformationen
    ™ Zusatzinformationen durch den Versicherten (bspw. Blutgruppe)

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Das neue Ehealth-Gesetz – der große (Ent) Wurf?

rechtIn der letzten Woche wurde der Referenten-Entwurf zum neuen Ehealth-Gesetz veröffentlicht. Bundesgesundheitsmister Hermann Gröhe möchte in diesem Thema endlich vorwärts kommen. Zu lange wird allein das Thema der elektronischen Gesundheitskarte von verschiedensten Akteuren torpediert. Allen voran wird die Ärztelobby als Hemmschuh wahrgenommen und soll nun Gegenwind erhalten. Leider hat sich die Ärzteschaft oft mehr mit Problemen, als mit Lösungen eingebracht. Und so konnte bisher keine Einigung erreicht werden. Jetzt will die Bundesregierung mit dem Ehaelth-Gesetzt die Träger der Gesellschaft für Telematikanwendungen der Gesundheitskarte (Gematik) in die Pflicht nehmen.

Was sind die wesentlichen Ziele des Ehealth-Gesetzes?

Die Verabschiedung des Ehealth-Gesetzes könnte dem Gesundheitswesen und den Ehealth-Lösungsanbietern einen großen Schub versetzen. Nicht nur für die Mediziner könnten sich daraus neue Anforderungen und Möglichkeiten für die Behandlung ihrer Patienten ergeben. In einer Mini-Serie möchte ich hier die wichtigsten Punkte dieses Gesetzesentwurfs vorstellen. Weiterlesen

Google Glass – das war’s ?

glassIm Jahr 2012 hat Google seine Datenbrille in der Beta-Version das erste Mal vorgestellt. Im letzten Jahr wurden die Brillen dann in den USA auch an Verbraucher verkauft. Schien das Interesse zunächst hoch, revidierte Google diese Sicht. Kurze Akku-Laufzeiten, Kopfschmerzen und das Design schreckten viele Käufer ab. Ich selbst glaube eher, dass der hohe Preis (über 1000 Dollar bei einem vermuteten Materialpreis von 60 Dollar) und die ungelösten Probleme mit der Privatsphäre, die Zurückhaltung der Käufer begründen.

Dennoch haben auch in der Health-IT-Branche viele Firmen an verschiedensten Konzepten zur Integration der Datenbrille in den Behandlungsprozess geforscht.

„Alles auf Anfang“ – argumentiert der Suchmaschinen-Riese und kündigt damit an, dass das Projekt nicht am Ende sei. Vielmehr soll mit Kooperationsfirmen und einem neuen Manager (der frühere Apple-Manager Tony Fadell) das Projekt neu gestartet werden.

Ich bin mir sicher, dass wenn auch vielleicht nicht von Google, neue Datenbrillen in absehbarer Zeit den Verbraucher erreichen werden. Ähnliche Projekte dazu laufen auch bei anderen Firmen weltweit.

Google wird aber immer der Pionier dieser Technologie bleiben.

In 5 Schritten Ihre Ziele 2015 erreichen

Neujahr ist traditionell der Tag der guten Vorsätze und so werden heute wieder viele private und berufliche Ziele aufgestellt. Doch wie viele dieser Ziele werden wirklich erreicht? Ein paar Anregungen für private Vorsätze gibt Ihnen beispielsweise nachfolgendes Video. Weiterlesen

Neue US-Studie: Pflege erteilt der Klinik-IT und den KIS-Anbietern schlechteste Noten

jobsDie New Yorker „Black Book Research“ hat jüngst 14.000 licensed registered Nurses zu Krankenhaus-Informationssystemen (engl. EHR) und die Klinik-IT befragt. Die Ergebnisse stellen beiden Bereichen schlechteste Noten aus:

  • 92% sind unzufrieden mit dem KIS (EHR)
  • 84% sehen die Produktivität und den Workflow gestört
  • 88% machen die IT-Abtl./CIO dafür verantwortlich, da die Pflege nicht an der Auswahl beteiligt war
  • 69% empfinden ihre IT-Abteilung als inkompetent

Pflegefachkräfte in den USA fühlen sich demnach von den eigenen IT-Abteilungen schlecht einbezogen und die Lösungen der IT-Hersteller unzureichend.

Ist dieses Ergebnis auch auf Deutschland übertragbar?

Fakt ist, dass die größte Berufsgruppe eines Krankenhauses, mit den meisten Dokumentationsaufgaben (gerüchteweise ca. 80% der Dokumentation einer Klinik), oft nur schlecht durch moderne Technologien, wie z.B. ein Pflege-Informationssystem, unterstützt wird.

Wie ist Ihre Meinung?

Potential oder Risiko – Apple steigt wieder in den Gesundheitsmarkt ein (und Google folgt)

20130315-072455.jpgEs ist nicht der erste Ausflug der Firma Apple in den Gesundheitsmarkt. Schon in frühen Jahren hatte sich Apple auf den Radiologie-Bereich konzentriert und dort erfolgreich ihre Technologie in der Bildverarbeitung eingebracht. Und auch Steve Jobs hat in seinen letzten Tagen, so seine Biografie, im Krankenbett über Apple-Anwendungen im Healthcare-Bereich sinniert. Daher habe ich eigentlich schon länger auf ein stärkeres Engagement der Apfel-Company im medizinischen Bereich gewartet. Vor zwei Wochen nun haben die Jungs aus Cupertino ,in mitten vieler anderer Neuvorstellungen, das Healthkit vorgestellt. Unscheinbar wurde hier eine mächtige Straße geebnet. Denn Healthkit ist die erste Datenaustausch-Plattform für Wellness- und Gesundheitsdaten , welche in einem großen Betriebssystem für stationäre und mobile Rechner eingebettet ist. Statistik: Absatz von Apple iPhones weltweit in den Geschäftsjahren 2007 bis 2013 (in Millionen Stück) | Statista Quelle: Statista 150 Millionen Iphones sind im letzten Jahr abgesetzt worden – 150 000 000 potentielle Health-App – Benutzer! Wow! Die Health-App wird den Einstieg im Herbst 2014 mit dem neuen iOS8 machen. Apple selbst bezeichnet sie als das Dashboard für Fitness- und Gesundheits-Informationen.[4] Und schon jetzt sind einige Implikationen sichtbar. Weiterlesen