iPad: Smart-Cover-Magneten können Herzschrittmacher und Defibrillatoren abschalten


20130315-072455.jpgiPpads haben dem mobilen Computing einen riesigen Schub gegeben. Und auch im Klinikbereich verbreiten sich diese Geräte immer stärker.

Nun hat  die 14-jährige US-Schülerin Gianna Chien mit dem iPad 2 einen Test an 26 Personen mit implantierten Herzschrittmacher bzw. Defibrillatoren durchgeführt und am Freitag vorgestellt. Bei 30 Prozent der Testpersonen führte die direkte Nähe der Magneten des iPad-Smartcovers zum temporären bzw. richtigen Abschalten der Implantate.

Das Risiko ist allerdings nur dann gegeben, wenn das iPad mit den Magneten direkt auf der Brust abgelegt wird. Dies kann beim Einschlafen mit dem iPad schon passieren.

Apple verweis als Reaktion auf seine product guides: „The guide cautions users about radio frequency interference, suggests that patients with pacemakers keep the iPad at least six inches away and says they should be turned off in health-care facilities when instructed by staff or posted signs.“

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5 Antworten zu “iPad: Smart-Cover-Magneten können Herzschrittmacher und Defibrillatoren abschalten

  1. Allein der Umstand, dass von dem magnetischen Feld des iPad’s in Verbindung mit dem smart-cover eine Gefahr ausgeht, ist bedenklich, auch wenn der generelle Einfluss von Magnetfeldern auf diese implantierten Geräte bekannt sind und jeder Pat. informiert ist.
    Es stellt sich mir aber auch die Frage, ob der Test einer 14-jährigen an 26(!) Personen mit einem PM bzw. ICD den Tatsachen entspricht. Oder erfolgten diese “Tests” unter ärztl. Aufsicht?

  2. Diese Diskussion gab es anlässlich der Verbreitung von Mobiltelefonie in den 90er Jahren auch schon ergiebig. Vielleicht kann man Sie ja diesmal methodisch korrekt und/oder mit den Resultaten aus der Zeit ein wenig abkürzen.

  3. Im Design der Geräte war sicher die (ubiqitäre) Verfügbarkeit von Magneten ein wesentlicher Leitgedanke. Im Bereich der perioperativen Medizin wird der Mechanismus bewährtermaßen zur Elimination von Oversensing durch Diathermie auch durch nicht-Kardiologen beherrscht. Als (zur Zeit nicht besonders aktiver) Notarzt werde ich diesen Beitrag zum Anlass nehmen, meinen Kollegen zu empfehlen, im Falle eines Patienten mit Oversensing (z. B. Twiddler-Syndrom) und einer akuten Notfallsituation (anstehende Venenpunktion, schwierig mit durchTherapie zuckendem wachen Patienten) den Einsatz Ihres vermutlich im Einsatzfahrzeug befindlichen BYO-Devices nebst Cover in Ermangelung von Alternativen zu erwägen. Auch wennn das nicht Intended Purpose des Gerätes war.

  4. Die Idee bei einem Oversensing beim Twiddler-Syndrom das iPad einzusetzen ist schon kurios und lädt zum Schmunzeln ein. Da bekommt der Begriff BYOD doch gleich eine ganz andere Bedeutung;-) Viel Erfolg im praktischen Einsatz;-)

  5. Vielen Dank! Auch an Herrn Mania für den Diskussionsanstoss im Sinne von Innovation und Improvisation, zweier wesentlicher Grundlagen des medizinischen Fortschrittes, wie ich finde.

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