Der Einsatz eines PDMS am Beispiel der Subsoftware NEPHRO 7 in der Nephrologie


notebook_tastatur_20130228_1334837432Ein Gastbeitrag und Erfahrungsbericht von Walter Albers.

Erhebliche Arbeitsverdichtung und steigender Personalmangel in den Kliniken stehen heute erhöhten Anforderungen in der Dokumentationspflicht sowie den Vorgaben der Qualitätssicherung entgegen. Trotz allem hat sich, sieht man einmal von einigen Intensivstationen ab, in kaum einem Bereich eine elektronische Dokumentation durchgesetzt.

Im Jahre 2001 wurde in der Dialyseabteilung unserer Klinik die Anforderung an ein PDMS formuliert. Um den speziellen Gegebenheiten an die Dokumentation in der Nephrologie gerecht zu werden, haben wir uns für die Software NEPHRO 7 entschieden.

Bereits nach ca. einem halben Jahr der Vorbereitung, Installation und Schulung aller pflegerischen und ärztlichen Mitarbeiter wurde das von mir seit der Planung als verantwortlicher IT-Administrator betreute Projekt in einem Netzwerk (1 Server, 14 Clients) und einer Dokumentation am Patientenbett in den Produktivbetrieb überführt. Nach weiteren sechs Monaten stellten wir die bis zu diesem Zeitpunkt noch unter einem gewissen Sicherheitsaspekt parallel durchgeführte schriftliche Dokumentation vollständig ein.

Die Kollegen erkannten schnell die Vorteile dieser Software: Es mussten keine Kurvenblätter mehr neu geschrieben werden, und die komplette Medikation der Patienten wurde automatisch fortgeschrieben, so dass auch hier Übertragungsfehler ausgeschlossen werden konnten. Nicht nur die ärztlichen Mitarbeiter lernten die ständige Verfügbarkeit aller relevanten Daten der Behandlung sowie der elektronischen Krankenakte schnell schätzen.

Im Laufe meiner Systemverantwortlichkeit habe ich die Funktionalität der Software bis heute ständig erweitern können. Einen großen Bereich nehmen die s.g. Reports ein, die von mir mit dem BI-Tool Crystal Reports entwickelt werden, um eine weitreichende Qualitätssicherung und Prozessoptimierung sowie eine Entlastung der Mitarbeiter gewährleisten zu können.

Auf diesem Wege wird nicht nur die monatliche Abrechnungsstatistik (Abrechnung über den OPS-Katalog) direkt aus der Datenbank erstellt. Es stehen auch unzählige s.g. ad-hoc-Berichte zur Verfügung, um z.B. Auswertungen des Medikamentenverbrauchs, die Auflistung der verschiedenen Behandlungsparameter oder auch die Generierung der unterschiedlichsten Qualitätssicherungsdaten, alle jeweils in einem vom Anwender definierten Zeitraum und bei Bedarf als Grafik, zur Verfügung.

Aktuell werden alle Behandlungsverfahren in der Dialyseabteilung und auf den vier Intensivstationen unserer Klinik über das PDMS dokumentiert und sind aufgrund der Verfügbarkeit im Netz auch in allen Bereichen einsehbar. Eine pflegerische und ärztliche Dokumentation erfolgt zeitbezogen während der Behandlung und in der elektronischen Krankenakte.

Die Datenarchivierung bzw. -sicherung wird ebenfalls auf elektronischem Weg erstellt, die Generierung und Übermittlung aller relevanten Daten, z.B. an das Controlling, die Patientenabrechnung oder auch an die Geschäftsführung, ist schnell und problemlos möglich.

Die Möglichkeit der direkten Dokumentation am Patientenbett in Verbindung mit der dadurch gewährleisteten Patientensicherheit und Qualitätssicherung und einer Entlastung des Personals ist daher aus dem Arbeitsalltag nicht mehr wegzudenken.

Walter Albers

Abteilungspflegeleitung

Klinikum Bremen – Mitte gGmbH

Hämodialyse

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