Update: 3. Tagung Modellregion Telemedizin OWL


Sind die Gesundheitswissenschaften auf eHealth vorbereitet? (Prof. Dr. C. Hornberg)
Es wird zunächst ein klares „Ja“ gesetzt. Gesundheitswissenschaften sehen eHealth  in den Bereichen gesundheitsbezogene Nutzung des Internets (z.B. Netdoktor.de ca. 45000 User/Tag)-> ePatient, Datenbanken und Monitoring, Gesundheitsberichterstattung und Teleteaching, bereits angekommen. Darauf müssen sich gerade auch die Mediziner vorbereiten und ausgebildet werden. Die sog. ePatienten haben heute einen höheren Wissenstand, möchten  die Gesprächszeit mit dem Arzt effizienter nutzen und empfinden eine bessere Selbstwirksamkeit.

Gefahren für ePatienten sind „Cyberchondrie„, Desinformation,Fehlinformation und das „doctor hopping„.

Telemedizin in einem regionalen Krankenhausverbund – Chancen und Risiken – am Beispiel der Mühlenkreiskliniken. (Dr. M. Bracht)

Die MKK erproben derzeit das Konzept Teleportalklinik  in Rahden.
Von 136 Betten sind 76 Betten Teleportalklinik. Gefördert wird das Projekt vom Land zur flächendeckenden Versorgung (MIT und IT-Infrastruktur). Dabei wird eine Zentrumsstruktur mit der Klinik in Lübbecke aufgebaut.  Der „virtuelle Maximalversorger“ – eine Klinik für Maximalversorgung – bietet dann geografisch unabhängige medizinische „Maximal-Dienstleistungen“ an.

Dadurch entstehen sowohl Chancen, wie auch Risiken:

  • Spannungsfeld zw. Ärztemangel und flächendeckender med. Versorgung
  • der Bedarf wohnortnaher Versorgung  muss neu definiert werden
  • betriebs- und volkswirtschftliche Rahmenbedinungen müssen geschaffen werden
  • wachsender Bedarf interdisziplinäer und interprofessioneller Versorgung

Die neue Rolle des COPD-Koordinators (Dr. med. Schaudt, Dr. med. Deimel)
COPD wird in den nächsten Jahren eher zunehmen. Sch0n jetzt 10-15% Prävalenz der erwachsenen Bevölkerung. Zentrale Idee ist die Organisation von virtuellen  COPD-Teams. Unterstütz wird das Team dabei von telemedizinischer Betreuung und Einbeziehung des Patienten über ein IT-gestütztes, interaktives COPD-Tagebuch.

Ziele:

  • Reduktion von Excerbationen
  • Entwicklung und Einführung eines Versorgungskonzeptes für die COPD
  • Aufbau eines regionalen COPD-Teams
  • Etablierung einer IT-gestützen COPD-Plattform

Ein entsprechendes Geschäftsmodell muss entwickelt werden.

healthY – ist eine webbasierte eHealth-Plattform, die heute schon das Projekt unterstützt.

Zentrale Aussage: Wir brauchen regionale Provider-Konzepte und keine einzelnen Häuser als Betreiber.

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